
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Ernst & Young den 4. Deutschen Biotechnologie-Report 2003 veröffentlicht. Ergebnis: Biotechnologie-Branche konsolidiert sich.
Die Biotechnologie-Branche in Deutschland konsolidiert sich. Dies geht aus dem "4. Deutschen Biotechnologie-Report 2003" hervor, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Beratungsgesellschaft Ernst & Young vorgelegt hat. Die nachhaltige Finanzierung des Aufbaus der jungen Biotech-Branche wird als zentrale Herausforderung bezeichnet.
Nach dem Bericht sind mit 360 Bio-Tech-Firmen trotz eines leichten Rückgangs um ein Prozent (Jahr 2001: 365 Firmen) im europäischen Vergleich in Deutschland immer noch die meisten Unternehmen dieser Art ansässig. Der Umsatz fiel zwar um 3 Prozent auf rund 1 Mrd. Euro. Dagegen stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern leicht an. Gleichzeitig wurden ein Viertel mehr medizinische Wirkstoffe in die erste klinische Phase aufgenommen.
Nach dem Bericht von Ernst & Young, gebe es Dank staatlicher Förderung kaum finanzielle Schwierigkeiten in der Anfangsphase. Problematisch sei jedoch, die Kapitalaufnahme für die weitere Entwicklung der Unternehmen nach der Gründung bis zur Gewinnschwelle.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung habe die Förderung der Biotechnologie in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut. Neben Infrastrukturhilfen stehen in diesem Jahr mehr als 480 Mio. Euro für die institutionelle Förderung in der Biotechnologie zur Verfügung. Zudem kommen für das Jahr 2003 noch mehr als 180 Mio. Euro an Projektförderung hinzu. Damit hat sich die Summe für die Förderung der Biotechnologie seit 1998 praktisch verdoppelt.
Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie bei: Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst Young, Nina Dunzweiler, Theodor-Heuss-Anlage 2, 68165 Mannheim, Telefon: 0621/42 08 454, E-Mail: Nina.Dunzweiler(at)de.ey.com