
Nach der aktuellen Studie „Mittelstandsfinanzierung über den Kapitalmarkt“ halten die meisten (56 Prozent) der von Deloitte und FH Münster befragten Mittelständler mit mehr als € 25 Mio. Umsatz den deutschen Kapitalmarkt für attraktiv zur Finanzierung. In den kommenden drei Jahren steigt die Zustimmungsquote auf über 70 Prozent. Eine Nutzung für das eigene Unternehmen sehen 33 Prozent der befragten Unternehmen. Die Entwicklung wurde in den letzten Jahren durch die Einführung eigener Marktsegmente für mittelständische Unternehmen an mehreren Börsenplätzen gefördert.
Einer der wichtigsten Vorzüge dieser Kapitalbeschaffung ist demnach die Diversifikation der Kapitalgeber, denn viele Mittelständler erwarten deutlich schlechtere Bankfinanzierungsbedingungen. Die Finanzkrise wird als Zäsur gesehen. Bankkredite, Leasing und Förderkredite werden ihre Bedeutung grundsätzlich behalten, aber nicht in derselben Größenordnung wie bisher. Die Vorteile des Bankkredits sehen die befragten Unternehmen hingegen in den geringeren Kosten und dem einfacheren Handling. Anleihen sind aus ihrer Sicht teurer und komplexer.
Benötigt werden die Mittel sowohl für aktuelle Refinanzierungen als auch zur gezielten Ausweitung des Finanzierungsvolumens. Darüber hinaus werten die 16 befragten mittelständischen Emittenten von Unternehmensanleihen ihre bisherigen Aktivitäten am Kapitalmarkt als Erfolg.
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