
Die Finanzierung guter Geschäftsideen ist derzeit außerordentlich schwierig – zwei Drittel der angehenden Unternehmer berichten von Problemen. Dies ist das beunruhigende Ergebnis einer Befragung im Rahmen eines bundesweiten IHK-Aktionstages zur Gründungsfinanzierung, an dem im November 2009 2.400 Gründer teilnahmen. Die Ergebnisse wurden am 23. Dezember veröffentlicht.
Zwei Drittel der Gründer geben an, bei der Finanzierung ihrer Unternehmensgründung Schwierigkeiten zu haben. Damit stellt die Finanzierungsfrage für neue Unternehmen eine besonders hohe Hürde dar – gemäß DIHK-Umfrage zu den Kreditkonditionen vom Herbst 2009 sind es in der Gesamtheit der Unternehmen 29 Prozent, die von Finanzierungsschwierigkeiten berichten.
Die deutliche Mehrheit der Gründer, die bereits in Finanzierungsgespräche eingestiegen sind, wendet sich in Fragen der externen Finanzierung an Banken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken. 69 Prozent der Gründer hatten zum Befragungszeitpunkt bereits erste Finanzierungsgespräche mit Kreditinstituten geführt.
Auch Freunde und Familie nehmen bei Finanzierungsfragen einen wichtigen Stellenwert ein. 42 Prozent der Gründer haben sich an Familienmitglieder oder Freunde gewandt, um Hilfestellung bei der Gründungsfinanzierung zu erhalten.
Eine eher untergeordnete Rolle für Gründer in Deutschland spielt die Finanzierung durch Instrumente mit Eigenkapitalcharakter. Denn nur 18 Prozent der Gründer hatten zum Befragungszeitpunkt z.B. mit Business-Angels gesprochen. Die Finanzierung über Beteiligungsgesellschaften ist sogar nur für zwei Prozent ein Thema.