
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zur Liquiditätsplanung veröffentlicht. Danach haben fast zwei Drittel der 800 antwortenden Unternehmen zur Zeit einen erhöhten Liquiditätsbedarf. Benötigt wird das Geld vor allem für den laufenden Geschäftsbetrieb (54 Prozent der Unternehmen mit erhöhtem Liquiditätsbedarf), für Investitionen (44 Prozent) oder für die Finanzierung neuer Aufträge (41 Prozent).
Der Liquiditätsbedarf der Unternehmen steige, weil die Betriebe im Aufschwung in Vorleistung gehen müssten und weil die Liquiditätspolster in vielen Betrieben nach der wirtschaftlichen Durststrecke aufgezehrt seien, so DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier. Nicht einmal jedes zweite Unternehmen ist derzeit in der Lage, seinen Liquiditätsbedarf aus dem Cash Flow zu decken. Viele Firmen (48 Prozent) greifen deshalb zur Finanzierung ganz oder zumindest teilweise auf bestehende Kreditlinien zurück. 18 Prozent der Unternehmen müssen neue Betriebsmittelkredite aufnehmen und dabei oft verschlechterte Konditionen in Kauf nehmen.
Die Liquiditätsplanung ist in den Unternehmen ein wichtiges Thema: 58 Prozent sind dabei nach eigenen Angaben gut aufgestellt. 42 Prozent geben zwar an, noch nicht über ein fundiertes Liquiditätsmanagement zu verfügen, mehr als die Hälfte dieser Firmen plant jedoch die Einführung entsprechender Maßnahmen.
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