Dienstag, 22. Mai 2012

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Gründer in der Kreativwirtschaft sind jünger und besser ausgebildet

Gründungen in der Kreativwirtschaft zeichnen sich dadurch aus, dass sie kleiner sind, aber länger am Markt bleiben als der Durchschnitt aller Start-Ups. Zudem sind die kreativen Gründer zumeist jünger und besser ausgebildet. Dies zeigt eine aktuelle Betrachtung dieser Branche durch die KfW.

In der Studie „Fokus Innovation – Gründungen in der Kreativwirtschaft“ werden Gründungen in der Kreativwirtschaft anhand der Individualdaten des KfW-Gründungsmonitors untersucht, um so erstmals ein umfassendes Bild der Dynamik im kreativen Sektor aufzuzeigen. 

Die Ergebnisse im Überblick:

  • 13 Prozent aller Gründungen in Deutschland sind regelmäßig der Kreativwirtschaft zuzurechnen. Für das Jahr 2010 sind das 120.000 kreative Gründer, die vorrangig in der Software- und Games-Industrie sowie in der Werbebranche gründen. Segmente wie das Kunstgewerbe, die Filmwirtschaft oder der Theatermarkt machen nur einen sehr kleinen Teil des kreativwirtschaftlichen Gründungsgeschehens aus.
  • Kreative Gründer sind meist jünger und besser ausgebildet als Gründer in anderen Wirtschaftsbereichen, da sie häufiger über einen (Fach-) Hochschulabschluss verfügen. Zudem erfolgt der Schritt in die Selbstständigkeit häufiger in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern.
  • Mehr als 60 Prozent der Gründer in der Kreativwirtschaft starten im Nebenerwerb und nur selten mit Mitarbeitern. Da die Idee des Gründers das Fundament der kreativen Selbstständigkeit darstellt und kaum Produktionsanlagen benötigt werden, melden Gründungen in der Kreativwirtschaft einen geringeren Finanzierungsbedarf. Dies führt auch dazu, dass Kreativgründer seltener von Finanzierungsschwierigkeiten berichten.
  • Kreative Gründer informieren sich häufiger über das Internet sowie in persönlichen Netzwerken über die unterschiedlichen Aspekte ihres bevorstehenden Gründungsvorhabens. Institutionalisierte Beratungsangebote werden seltener genutzt.
  • Gründungen in der Kreativwirtschaft sind bestandsfester als andere Gründungen, dies gilt auch bei Kontrolle anderer Einflussfaktoren. Nach 3 Jahren sind noch rund 80 Prozent der kreativen Gründungen am Markt; gegenüber 66 Prozent in anderen Wirtschaftsbereichen.

Die Kreativwirtschaft ist mit gut 230.000 umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland vertreten. Diese trugen im Jahr 2008 mit einer Wertschöpfung von 65 Mrd. Euro rund 2,6 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und beschäftigten rund eine Million Erwerbstätige. Im internationalen Vergleich liegt der BIP-Anteil der Kreativwirtschaft in Deutschland damit im oberen Mittelfeld.

Letzte Änderung:  13.10.2011
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